Markus Koschuh zu Besuch in der 7m/8m

Markus Koschuh Poetry Slam. P - O - E - T - R - Y. Und Slam, wie… Slam eben. Sollte jemandem dieser Begriff noch nie untergekommen sein, so änderte sich dies spätestens am Mittwoch, dem 3. Mai – an diesem Tag erhielten unsere sowie die 7. Klasse des Musikgymnasiums Besuch vom Kabarettisten/Poetry Slammer Markus Koschuh.

Koschuh, der sich in der regionalen Szene (und auch darüber hinaus) bereits einen Namen machen konnte, gab uns neben Kostproben seines Könnens auch Gelegenheit, ihn auszufragen – und diese Gelegenheit blieb nicht ungenützt. Es wurde eine spannende und abwechslungsreiche Stunde, lustige Anekdoten und interessante Erzählungen wechselten einander ab und als es zur Pause klingelte, wollte eigentlich niemand so recht gehen.

Er erzählte von sich, der Tortur des frühen Aufstehens und schenkte sich daraufhin ein Glas Wasser ein - das alles natürlich nicht ohne die dazugehörige Stille und Spannung. Nach diesem Schauspiel fuhr er fort: Er erklärte uns den Poetry Slam - selbstverständlich anhand eines Poetry Slam Textes, der vor Wortspielen nur so strotzte. Er spielte mit Wörtern wie mit Bauklötzen, reihte sinn- und sprachverwandte Wörter gekonnt aneinander, alles mit einem perfekt gezogenen Spannungsbogen. Auch der Humor kam dabei nicht zu kurz: Markus, der von Anfang an per du mit uns war, stellte ein durchwegs amüsantes Interview (auf Englisch) mit dem Radiosender FM4 nach und nahm dabei das gebrochene österreichische Englisch aufs Korn. Und weil danach noch ein wenig Zeit blieb, las er uns eine entzückende Deutschschularbeit aus der 1. Klasse vor – verfasst von niemand Geringerem als ihm selbst (die damals jedoch – zu Koschuhs Empörung – nur mit einem Genügend benotet wurde).

Nach diesen Vorträgen hatten wir noch Zeit, unseren Wissensdurst zu stillen und ihn alles Mögliche zu fragen. So erklärte er uns beispielsweise, wie er zum Kabarett kam, was Poetry Slam ist, wo man bei einem Poetry-Slam-Bewerb mitmachen kann, wie viel Arbeit im Verfassen eines Kabarettprogramms steckt und vieles mehr. Auch die Morddrohung gegen ihn vom Jahr 2013 blieb dabei kein ausgespartes Thema – sämtliche Fragen wurden von ihm mit großer Geduld und entsprechender Ausführlichkeit beantwortet.

Wir bedanken uns für diese Stunde und freuen uns schon darauf, ihn im Herbst live im Treibhaus erleben zu dürfen!

Matthias Brandt, Jonas Zink, 8m

Herzlichen Dank der Tiroler Kulturservicestelle für die Ermöglichung dieser Veranstaltung.